Zum Inhalt springen
Birne

Gute Graue

Pomologie-Eintrag aus dem Birnenbuch der Mostbarone — auch bekannt als Bikelsbirne.

Zuweisung
Wirtschaftsbirne
Reifezeit
September
Haltbarkeit
kurz
Ertrag
Massenträger
Fruchtgröße
klein, mittel
Kapitel 01

Übersicht

Synonyme
Bikelsbirne, Eisenbart, Graubirne, Graue Sommer-Butterbirne, Judenbirne, Pickelbirne, Schöne Gabriele, Sommerambrette, Weinbirne
Verbreitung
Westeuropa bis Russland, im Mostviertel früher häufig, war 1893 bereits verbreitet, jetzt selten zu finden
Erkennungsmerkmale
graubraune, stark berostete Frucht, grüne Grundfarbe, kleine kegel- bis kreiselförmige Frucht, frühe Reife, offener Kelch, langer Stiel, markanter Geschmack, dicke Schale mit Steinzellen darunter
Zuweisung
Wirtschaftsbirne
Zuteilung
Tafelbirne, Wirtschaftsbirne
Kapitel 02

Form & Größe

Fruchtgröße
klein, mittel
Lage größter Durchmesser
mittelbauchig
Querschnitt
rund unregelmäßig
Gleichhälftigkeit
ungleichhälftig
Seitenform
konvex
Verhältnis Länge zu Durchmesser
kurz
Kapitel 03

Schale

Schalenoberfläche
rau
Grundfarbe
grüngelb, grün, trübgrün
Schalenpunkte vorhanden
ja
Ausprägung Schalenpunkte
zahlreich, groß
Ausdehnung Berostung
ganze Frucht, Rostflecken, Rostfiguren
Farbe Berostung
graubraun
Kapitel 04

Stiel

Stieldicke
mittel
Stielsitz
durch Fleischwulst seitwärts gedrückt
Stielform
gerade
Stielfarbe
dunkelbraun
Kapitel 05

Kelch

Kelchgrube Tiefe
flach
Kelchgrube Weite
eng
Kelchgröße
groß
Kelchblätter
sternförmig ausgebreitet
Kelchrelief
glatt
Kapitel 06

Fruchtfleisch & Geschmack

Farbe Fruchtfleisch
gelblichweiß, grünlichweiß
Festigkeit Fruchtfleisch
weich
Konsistenz Fruchtfleisch
grobzellig
Saftigkeit Fruchtfleisch
trocken
Würze
stark gewürzt
Kapitel 07

Kerngehäuse

Lage Kerngehäuse
kelchständig
Kammern
klein
Samen
oft taub
Achse
schwach hohlachsig
Kapitel 08

Baum & Anbau

Blühbeginn (10 %)
früh
Ertrag
Massenträger
Alternanz
ja
Haltbarkeit
kurz
Kapitel 09

Reife & Verwendung

Reifezeit
September
Pflückreife
August, September
Kapitel 10

Quellen

  1. [1] Bernkopf, Siegfried; Keppel, Herbert; Novak, Rudolf (2003): Neue Alte Obstsorten. Äpfel, Birnen und Steinobst. 5. Auflage. Hrsg.: Club Niederösterreich. Wien
  2. [2] Cordes, John-Hermann; Sommer, Niels (2006): Obstgehölze. BdB-Handbuch VI. Grün ist Leben. Österreichischer Agrarverlag. Wien
  3. [3] Grill, Dieter; Keppel, Herbert (2005): Alte Apfel- und Birnensorten für den Streuobstbau. Leopold Stocker Verlag. Graz
  4. [4] Hartmann, Walter (2003): Farbatlas Alte Obstsorten. 2. Auflage. Verlag Eugen Ulmer. Stuttgart
  5. [5] Arche Noah, AutorInnenkollektiv (1996): Verfügbare Obstsorten aus Niederösterreich: Sortenmappe. In Zusammenarbeit mit dem Amt der NÖ Landesregierung. St. Pölten
  6. [6] Lucas, Eduard; Oberdieck, Johann Conrad (1875): Illustriertes Handbuch der Obstkunde. Zweiter Band: Birnen. Stuttgart
  7. [7] Rolff, Johann-Heinrich (2001): Die Birne. Sortennamen und Synonyme. Selbstverlag Johann-Heinrich Rolff. Kiefersfelden
  8. [8] Rosenthal, A. C. (1893): Pomologisches Handbuch für Nieder-Oesterreich. Verlag des Niederösterreichischen Landes-Obstbau-Vereines. Wien
  9. [9] Votteler, Willi (1999): Altbewährte Apfel- und Birnensorten. 7. Auflage. Hrsg.: Bayrischer Landesverband für Gartenbau und Landespflege. München
  10. [10] n.n. (1935-1967): Nach der Arbeit. Illustrierte Wochenzeitung für Garten, Siedlung und Kleintierhaltung. Verlag Molden. Wien
  11. [11] Petzold, Herbert ( 1989): Birnensorten. Neumann-Neudamm. Leipzig
  12. [12] Votteler, Willi (1993): Verzeichnis der Apfel- und Birnensorten. Obst- und Gartenbauverlag. München
  13. [13] Müller, Ariane (1996): Alte Obstsorten. Franckh-Kosmos. Stuttgart
  14. [14] Szalatnay, David et al. (2011): Früchte, Beeren, Nüsse. Die Vielfalt der Sorten - 800 Sortenportraits. Haupt Verlag. Bern, Stuttgart, Wien
  15. [15] Mühl, Franz (2014): Alte und neue Birnensorten, Quitten und Nashi, 4. Auflage. Hrsg.: Bayrischer Landesverband für Gartenbau und Landespflege e.V.Obst- und Gartenbauerlag München
Alle Sorten anzeigen