Kapitel 01
Übersicht
Herkunft
unterschiedliche Angaben: Zufallssämling, um 1830 in der Baumschule Clairgeau in Nantes / Frankreich gefunden, oder: vom Gärtner Pierre Clairgeau 1848 aus Samen gezogen, seit 1851/1852 im Handel
- Synonyme
- Clairgeau, Krummstiel, Krummstielige Birne, Lackbirne, Paternosterbirne
- Verbreitung
- Europa, im Mostviertel in Hausgärten vereinzelt vorkommend, war eine beliebte Spaliersorte und Schaufrucht
- Erkennungsmerkmale
- schiefer, sehr dicker Stiel, Gestalt sehr variabel, große Frucht, teilweise stark berostet, muskatellerartig gewürzt
- Zuweisung
- Tafelbirne
- Zuteilung
- Tafelbirne
Kapitel 02
Form & Größe
Birnenformen
stumpfkreiselförmig, flaschenförmig, tropfenförmig, feigenförmig
- Fruchtgröße
- groß, sehr groß
- Lage größter Durchmesser
- kelchbauchig
- Querschnitt
- rund unregelmäßig
- Gleichhälftigkeit
- ungleichhälftig
- Seitenform
- gerade
- Verhältnis Länge zu Durchmesser
- lang
Kapitel 03
Schale
Deckfarbe
orange bis rot, bräunlich/rot
- Schalenoberfläche
- rau
- Grundfarbe
- gelbgrün, gelb, lichtgelb
- Schalenpunkte vorhanden
- ja
- Ausprägung Schalenpunkte
- zahlreich, groß
- Ausdehnung Berostung
- Rostflecken, um Kelch flächig, um Stiel flächig
- Ausdehnung
- verwaschen
- Farbe Berostung
- braun
Kapitel 04
Stiel
Stiellänge
kurz
- Stieldicke
- sehr dick
- Stielsitz
- schief angesetzt
- Stielform
- gerade
- Stielfarbe
- braun, fleischig
Kapitel 05
Kelch
Kelch
halboffen
- Kelchgrube Tiefe
- mitteltief
- Kelchgrube Weite
- mittelweit
- Kelchgröße
- mittelgroß
- Kelchblätter
- aufgerichtet und nach außen geklappt
- Kelchrelief
- faltig, glatt
Kapitel 06
Fruchtfleisch & Geschmack
Geschmack Fruchtfleisch
süß, süß-säuerlich
- Farbe Fruchtfleisch
- gelblichweiß
- Festigkeit Fruchtfleisch
- weich
- Konsistenz Fruchtfleisch
- feinzellig schmelzend
- Saftigkeit Fruchtfleisch
- saftig
- Würze
- mittel gewürzt
Kapitel 07
Kerngehäuse
Form Kerngehäuse
spindelförmig
- Lage Kerngehäuse
- kelchständig
- Kammern
- groß
- Samen
- zahlreich, gut entwickelt
- Achse
- geschlossen
Kapitel 08
Baum & Anbau
Wuchsform
hochpyramidal
- Blühbeginn (10 %)
- früh
- Ertrag
- viel
- Haltbarkeit
- mittel
Kapitel 09
Reife & Verwendung
Nutzung
Frischverzehr
- Reifezeit
- Oktober, November
- Pflückreife
- September
Kapitel 10
Quellen
- [1] Bernkopf, Siegfried; Keppel, Herbert; Novak, Rudolf (2003): Neue Alte Obstsorten. Äpfel, Birnen und Steinobst. 5. Auflage. Hrsg.: Club Niederösterreich. Wien
- [2] Cordes, John-Hermann; Sommer, Niels (2006): Obstgehölze. BdB-Handbuch VI. Grün ist Leben. Österreichischer Agrarverlag. Wien
- [3] Hartmann, Walter (2003): Farbatlas Alte Obstsorten. 2. Auflage. Verlag Eugen Ulmer. Stuttgart
- [4] Arche Noah, AutorInnenkollektiv (1996): Verfügbare Obstsorten aus Niederösterreich: Sortenmappe. In Zusammenarbeit mit dem Amt der NÖ Landesregierung. St. Pölten
- [5] Kessler, H. (1948): Birnensorten der Schweiz. Verbandsdruckerei AG Bern. Bern
- [6] Rolff, Johann-Heinrich (2001): Die Birne. Sortennamen und Synonyme. Selbstverlag Johann-Heinrich Rolff. Kiefersfelden
- [7] Rosenthal, A. C. (1893): Pomologisches Handbuch für Nieder-Oesterreich. Verlag des Niederösterreichischen Landes-Obstbau-Vereines. Wien
- [8] Stoll, Rudolf (1883/1884): Österreichisch-ungarische Pomologie. Klosterneuburg
- [9] Bernkopf, Siegfried, (2011): Von Rosenäfpeln und Landlbirnen. Hrsg.: Amt der OÖ Landesregierung. Verlag Trauner. Linz
- [10] n.n. (1935-1967): Nach der Arbeit. Illustrierte Wochenzeitung für Garten, Siedlung und Kleintierhaltung. Verlag Molden. Wien
- [11] Votteler, Willi (1993): Verzeichnis der Apfel- und Birnensorten. Obst- und Gartenbauverlag. München
- [12] Gaucher, Nicolas (1894): Pomologie des praktischen Obstbaumzüchters. Stuttgart
- [13] Szalatnay, David et al. (2011): Früchte, Beeren, Nüsse. Die Vielfalt der Sorten - 800 Sortenportraits. Haupt Verlag. Bern, Stuttgart, Wien
- [14] Mühl, Franz (2014): Alte und neue Birnensorten, Quitten und Nashi, 4. Auflage. Hrsg.: Bayrischer Landesverband für Gartenbau und Landespflege e.V.Obst- und Gartenbauerlag München
